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Rhetorican
03. Jul 2020

Wie Du deine Stimme abwechslungsreich einsetzt

Deine Stimme ist das Instrument, mit dem Du den Zuhörern Deine Botschaft übermittelst. Wenn Du dieses Instrument gekonnt und gezielt einsetzen kannst, dann wirst Du eine große Wirkung erzielen.

 

Haltung und Atmung

Damit sich Deine Stimme entfalten kann, musst Du sie durch eine gute Körperhaltung und eine tiefe Atmung unterstützen.

Wenn Du aufrecht stehst, mit leicht gebeugten Knien, Kopf und Schultern gerade, dann kann die Luft ungehindert in Deine Lungen strömen. Atme tief in den Bauch hinein. Wenn Du kurze Sätze machst, dann kannst Du immer rechtzeitig einatmen, bevor Dir die Luft ausgeht. Atme dann beim Sprechen die Luft langsam und kontrolliert aus, so dass Dir nicht schon nach wenigen Worten die Luft ausgeht.

 

Tonhöhe

Viele Menschen neigen dazu, zu hoch zu sprechen, wenn sie aufgeregt sind. Versuche Deine natürliche Tonlage zu finden, indem Du ein paar Mal tief seufzt. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie tief Deine natürliche Tonlage ist. Kontrolliere Deine Tonhöhe beim Sprechen immer wieder. Eine tiefe Stimme wirkt überzeugend und souverän.

Es ist wichtig, dass Du Deine Sätze mit der richtigen Satzmelodie aussprichst, also bei Fragen am Ende mit der Stimme nach oben gehst, oder am Satzende nach unten.

Auch Emotionen kannst Du durch die Tonhöhe Deiner Stimme ausdrücken. Eine hohe Stimme signalisiert beispielsweise Begeisterung oder auch Aufregung, während eine tiefe Stimme Ruhe, Nachdenklichkeit oder vielleicht sogar auch Trauer ausdrücken kann.

 

Lautstärke

Achte darauf, Deine Lautstärke der Größe des Raumes und Deines Publikums anzupassen. Du solltest auch hinten noch gut zu verstehen sein – ohne dass sich die Zuhörer in der ersten Reihe die Ohren zuhalten müssen, weil Du zu laut redest.

Auch Deine Lautstärke kannst Du passend zum Inhalt Deiner Rede variieren. Wenn Du Ärger ausdrücken willst darfst Du ruhig lauter sprechen. Und wenn Du Deinem Publikum ein Geheimnis verraten willst, dann werde deutlich leiser.

 

Tempo

Wenn Du zu schnell redest, werden Dir Deine Zuhörer nicht folgen können. Redest Du zu langsam, werden sie rasch das Interesse verlieren. Ein angemessenes Sprechtempo liegt bei etwa 150 Wörtern pro Minute.

Wenn Du etwas besonders hervorheben möchtest, dann wirst Du langsamer sprechen. So können die Zuhörer deinen Ideen besser folgen. An anderen Stellen kannst Du dann wieder schneller sprechen, um Abwechslung und Tempo in Deinen Vortrag zu bekommen.

Sprich also mit angenehmer Tonhöhe, Lautstärke und Tempo, damit Dir Dein Publikum gerne zuhört und gut versteht. Bring aber Abwechslung in Deinen Vortrag, damit Dein Publikum sein Interesse nicht verliert. Ändere dazu die Höhe, die Lautstärke und das Tempo deiner Stimme passend zu den Inhalten Deiner Rede.

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Rhetorican
11. Jun 2020

Der Elevators Pitch

Der Elevators-Pitch ist für viele Gründer eine der wichtigsten Auftritte, die man haben kann. In einem solchen Pitch versucht man innerhalb kürzester Zeit (1-3 Minuten) bei einer Veranstaltung das gesamte Produkt bzw. das Unternehmen zu erklären und so Investoren anzusprechen, die dann als Business-Angels oder als Anteilseigner einsteigen.

Ein Pitch kann unterschiedlichst präsentiert werden und es liegt oft am Gründer, zu entscheiden, wie er ihn vorführt und was er präsentiert. Ebenso sind solche Auftritte mit der Möglichkeit verbunden, sein eigenes Netzwerk auszubauen und zu erweitern.

Ein Pitch folgt oft der sog. AIDA Formel:

Attention – Interest – Desire – Action. Dies heißt so viel wie: Errege die Aufmerksamkeit deines Publikums, wecke das Interesse deines Publikums, löse ein Verlangen deines Publikums aus und provoziere eine Handlung.

 

Als Beispiel möchten wir Dir unseren Pitch hier einmal zum Nachlesen zeigen:

Kennen Sie das Gefühl vor einer Rede, wenn es Ihnen heiß wird und der Mund ganz trocken? Wenn Sie nervös werden und sich fragen, ob Sie die Rede noch vollständig können oder ob Sie sie auch gut rüberbringen können? Damit sind Sie nicht alleine. Nach einer Umfrage zufolge haben 90 % aller Menschen Angst davor, öffentlich zu reden. Das sind im deutschsprachigen Raum alleine von den 18 bis 60 Jährigen über 50 Millionen Personen.

  

Beim öffentlichen Reden kommt es zu 55 % auf die Körpersprache, zu 38 % auf die Stimme und nur zu 7 % auf den Inhalt einer Rede an. Und genau diese rhetorischen Fähigkeiten lassen sich auf Rhetorican trainieren, denn Reden lernt man nur durch Reden. Auf unserer Plattform ist es möglich, sich zu dem Redner und Gesprächspartner zu entwickeln, der man schon immer sein wollte.

 

Als einzige Rhetorik-Plattform können Sie hier Reden direkt über die Webcam oder Smartphonekamera aufnehmen und Feedback für Ihre Reden erhalten, sowohl von Usern als auch von Rhetorik-Experten, was uns ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal einbringt.

 

Ein besonderes Highlight ist die Rubrik „Stegreifreden“, in der der Nutzer seine Spontaneität und sein Einfallsreichtum beim Antworten fördern kann. Der User erhält hier zufällig ein Thema ausgewählt und kann dazu Stellung beziehen.

 

In unserer Akademie kann der Kunde unterschiedliche und von Experten aufgenommene Online-Kurse belegen und bekommt nach jedem kleinen Theorieteil eine praxisnahe Aufgabe gestellt und erhält nach der Aufnahme auch wieder eine Bewertung. Eine unserer Dozenten hat bereits auch den Europameistertitel in einem international anerkannten Redewettbewerb gewonnen.

 

Unsere Plattform ist mittlerweile fertiggestellt und befindet sich in der intensiven Beta-Testphase. Ist diese abgeschlossen, können unsere Kunden nach einem 7 tägigen Testlauf ein Premium-Abonnement kaufen, sodass der Kunde die Plattform weiterhin vollständig nutzen kann. Wir werben unsere Nutzer mithilfe von den bekannten Online-Marketing-Tools wie Facebook und Google Anzeigen, Newsletter-Aktionen und kostenlose Probe-Angebote. Unsere Zielgruppe sind vor allem Studenten, junge Arbeitnehmer und beginnende Selbstständige, da diese wissen, dass das Beherrschen einer guten Rhetorik so wichtig ist. Ebenso können wir uns eine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Arbeitgebern im Bereich der Mitarbeiterförderung vorstellen.

 

Unser Team besteht aus Dr. Michael Wegelin, der ein Schulungs-Trainer und Informatiker ist, Artur Rung, einem IT-Berater und mir, einem Anwalt und Rhetorik-Coach. Wir suchen nun nach Investoren, die uns finanziell dabei unterstützen, kontinuierliches Marketing in den wichtigsten Online-Kanälen zu betreiben.  

 

Ich freue mich darauf, Sie später an unserem Stand persönlich kennenlernen zu dürfen und möchte mich für Ihre Aufmerksamkeit sehr herzlich bedanken.

 

 

 

Dies war einmal unser Pitch gewesen. Ein Pitch sollte jedoch nicht nur gut ausgedrückt sein, auch der Vortrag an sich ist die Quintessenz eines Pitches, um Investoren anzusprechen.

 

 

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Rhetorican
25. Mai 2020

Wie der Gesprächsfluss erhalten bleibt

Manchmal kann es vorkommen, dass der Gesprächsfluss ins Stocken gerät. Pausen in einem Gespräch zu haben ist nichts Schlechtes, um die eigenen Gedanken zu ordnen oder den Gegenüber einfach freundlich zuzulächeln. Oft steigt in einem selbst dann ein Gefühl des Unbehagens auf, das zumeist vollkommen unbegründet ist. Warum sollte eine Zusammenkunft von Menschen immer und immer nur mit dem Austausch von Worten ein tolles Treffen darstellen?

 

Geh deswegen mit dieser Mentalität in die nächste Pause eines Gesprächs hinein. Baue Dir selbst nicht den Druck auf, sofort und immer die kleinste Lücke ausfüllen zu müssen.

 

Natürlich sollte eine Pause aber nicht einen zu großen Zeitraum der Zusammenkunft einnehmen.

Die Frage ist also, wie Du den Gesprächsfluss am Laufen halten kannst:

 

 

1) Der Bezug zu zuletzt gesagten Wörtern

Du kannst, wenn Du nicht mehr weiterweißt, Dir den letzten gesprochenen Satz anschauen und dort ein Wort herausnehmen, zu dem Du Bezug nimmst und dann dort weitermachst.

Als Beispiel soll Dir dieser Satz dienen:

Ich fand es gestern sehr schön, mit meinem Hund letztens im Wald spazieren zu gehen.

 

Nun hast Du eine Fülle an Wörtern, an die Du anknüpfen kannst, wie: Hund, Wald/Bäume/spazieren/was hast Du gestern schön gefunden. Und mittels dieses Wortes, das Du Dir raussuchst, kannst Du in alle Richtungen gehen.

Am Beispiel des Hundes wäre es: Tierschutz, eigene Erlebnisse mit Hunden, Filme mit Hunden, Bücher mit Hunden, Hunderassen etc.

 

 

2) In die Tiefe gehen oder Oberbegriff verwenden

Sollte Dir anhand eines einzelnen Wortes oder eines Satzstückes nichts einfallen, kannst Du auch den stattdessen den Oberbegriff des Wortes verwenden, wie: Tier.

Nun hast Du eine noch größere Bandbreiten an Themen, die Du benennen kannst, wie: Erziehung von Tieren, Wildtiere, Haustiere, Tiere in Natur, Tiere aus Afrika etc.

 

Ebenso kannst Du in die Tiefe gehen oder detaillierte Sachen anschneiden, wie die Pfote des Hundes, Immunsystem, Ausdauer usw.

Dies ist jetzt nur am Beispiel des Wortes „Hundes“ gewählt. Das „In die Tiefe gehen innerhalb des Gesprächs“ kann natürlich auch bedeuten, dass zum Teil Sinn- oder ethische Themen/Fragen genannt werden können.

 

 

3) Stelle offene Fragen statt geschlossene Fragen

Geschlossene Fragen sind solche, die mit einem leichten „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Diese blockieren manchmal den Gesprächsverlauf.

Stelle stattdessen offene Fragen, sodass dein Gesprächspartner in der Gestaltung seiner Antwort frei ist. Diese beginnen oftmals mit folgenden Wörtern:

Wie, was, weshalb, wer, …

Du kannst auch etwas erzählen und dann wie folgt die Frage formulieren:
„Was meinst Du dazu?“

 

 

Durch diese 3 einfach gestaltenden Methoden sollte es Dir gelingen, nicht mehr sprachlos zu sein, weil Du kein Gesprächsthema mehr benennen kannst, sondern weil Du im Moment keines benennen willst.

Es gibt noch mehr Techniken, doch sollten diese 3 erst einmal reichen, deine nächsten Gespräche davor zu schützen, ungewollte Pausen entstehen zu lassen.

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Rhetorican
09. Mai 2020

Vom Small-Talk ins tiefe Gespräch

Wie Du einen guten Small-Talk führen kannst, kannst Du hier nachlesen. Um ein Gespräch in die Tiefe zu bringen und eine innigere und festere Beziehung zu einem anderen Menschen aufzubauen, ist es wichtig, dass Du zwar stets ehrlich bist, aber deinen Gesprächspartner mit einem schöneren und besseren Gefühl verlässt, als Du ihn oder sie vorgefunden hast.

Beim Small-Talk geht es nur um oberflächliche, unverfängliche Themen. Du möchtest nicht zu intime Themen anschneiden. Beim sog. Big-Talk, dem Gegenteil vom Small-Talk, möchtest Du Themen besprechen, die euch besser kennenlernen lassen.

 

Freundschaften entstehen durch Gemeinsamkeiten oder das Kennen der gegenseitigen Werte.

Gemeinsamkeiten können dabei unterschiedliche sein: Ein gemeinsames Hobby, der gleiche oder ähnliche Beruf, gleiche Ansichten über bestimmte Dinge und Themen, die gleichen Ziele, die gleichen Lebensumstände und vieles mehr. Du findest diese am Besten heraus, indem Du Dich danach erkundigst und bei Gemeinsamkeiten erzählst, dass es bei Dir genauso ist. Natürlich sollte es nicht so ablaufen:

Du: "Magst Du Fußball?"

Dein Gegenüber: "Ja!"

Du: "Ja cool, ich auch! Lass uns Freunde sein!"

Im Prinzip funktioniert dies so bei Kindern. Wir Erwachsene haben zwar immer noch aus den Kindheitstagen viele Muster in uns, doch wollen wir es nun vielschichtiger haben.

Du kannst aus oben genanntem Beispiel erzählen, wie Du gerne im Stadion bist, Dir dort das und das passiert ist und Du vielleicht schon gar mit einem Spieler geredet hast, der in der Profiliga spielt. Erzähle eine schöne Geschichte. Und am Ende deiner Geschichte kannst Du Dich danach erkundigen, falls dein Gegenüber nicht schon sein außerordentliches Interesse am Fußball bekundet, indem er Dir von seinen Erlebnissen erzählt, ob er Fußball mag oder was sein Lieblingsteam ist etc.

So findest Du nach und nach die Gemeinsamkeiten heraus und ihr könnt euer Gespräch in die Tiefe bringen, indem Du auch intimere Details ansprichst wie Themen über Prioritäten im Leben, Kindheits- und Schulerinneringen, konkrete Zukunftspläne, Hindernisüberwältigungstaktiken, aktuelle Problemsituationen und anschließendes Besprechen von Lösungsmöglichkeiten usw. Auch das Besprechen, was einen aktuell begeistert und Freude bereitet, hilft hier ungemein.

 

Werte im Leben eines Menschen sind solche Lebensinhalte und Paradigmen, die ihr für wahr haltet. Jedoch müssen die Werte dabei nicht identisch oder ganz und gar gleich sein, damit ihr euch versteht. Für das Eingehen einer tiefen Verbindung ist es jedoch unumgänglich, den Kern eines jeden Menschen zu erkunden. Also was ihn antreibt, was für Ziele er oder sie im Leben hat, was der Mensch als wahr betrachtet. Dabei kann es helfen, zu wissen, wie dein Gegenüber aufgewachsen ist und welche Werte die Eltern hatten und wie sich die Person vor Dir diese Werte immer noch hat.

Du kannst also danach fragen, wie dein Gegenüber aufgewachsen ist. Was die Eltern von Beruf waren. Wie das Verhältnis zu den Eltern stand oder im Moment steht. So lässt sich schon einmal viel herausfinden. Auch die beruflichen Wege und privaten Hobbies sind ein Indiz für einen jeweiligen Wert deines Gegenübers (und natürlich auch von Dir). Beispielhafte Überlegungen von Dir, die Du ins Gespräch mit Geschichten oder indirekten (oder auch direkten) Fragen einbauen kannst, wären folgende: Ist es eher ein sicherheitsorientierter Mensch oder eine risikoliebende Person? Was treibt die Person an? Woran glaubt dein Gesprächspartner? Was wird vom Leben erwartet? Was für Werte haben Freunde?

Du kannst dabei nach dem Trichter-Prinzip vorgehen und zuerst fragen, was dein Gesprächspartner von Beruf ist. Dann kannst Du Dich danach erkundigen, ob es schon immer der Traum gewesen war, diesen Beruf auszuüben. Falls ja, warum? Falls nicht, warum? Und dann werden deine Fragen immer präziser. Dabei müssen die Fragen keine Fragen sein, sondern Du kannst auch Feststellungen äußern, wie Du etwas verstanden hast.

Mit dem Eingehen auf die andere Person und dem Erfragen nach dem Grund jeglichen Tuns deines Gegenübers, bis Du zu dem Kernpunkt eines Menschen vordringst, kann eine Zeit von mehreren Stunden vergehen. Schon alleine durch solch ein Gespräch wirst Du der anderen Person sehr viel näher kommen und ihr könnt eure Verbindung zueinander stärken.

Wie merkst Du nun, dass Du an dem Kern angekommen bist?

Es kommen dann die großen Worte zum Vorschein wie "Freiheit, Familie, Wachstum usw." Auf diese Stufe kommt man im Regelfall nicht im ersten Gespräch, sondern erst nach einigen Gesprächen. Im Prinzip erfährst Du hier, was für einen Sinn der Mensch in seinem Leben sieht. Jeder braucht einen Sinn, damit er ein Ziel hat, wo er sich hinbewegen kann.

 

 

 

 

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Rhetorican
25. Apr 2020

Der Aufbau von gutem Storytelling

Warum hören wir manchen Menschen so gerne zu und anderen weniger? Warum sind wir von manchen Menschen gebannt und warum bringen uns andere zum Einschlafen?
Es kann oftmals daran gelegen haben, dass diejenigen, denen wir gerne gefolgt sind und die uns zu begeistern wussten, ein gutes Storytelling hatten und nicht nur einen Fakt nach dem Nächsten gebracht haben und eine Statistik nach der anderen aufgesagt haben.

Storytelling ist die Kunst, Botschaften, Messages, Interessantes, Fakten, Statistiken, Wissen und und und in Geschichten zu verpacken, damit sie der Zuschauer schneller und leichter verstehen und aufnehmen kann und gleichzeitig auch länger behält.
Wir können Storytelling durch Geschichten, Metaphern, Zitaten etc. erzeugen. Dazu bedarf es natürlich auch einer guten Gestik, Mimik und Stimmvariation dazu, doch konzentrieren wir uns hier erst einmal auf das Inhaltliche.

Storytelling hilft uns dabei, Sachen besser verkaufen zu können, als die Konkurrenz, unsere Kollegen oder Kunden von etwas überzeugen zu können oder auch unsere Freunde einfach nur zu begeistern.

Eine gute Geschichte hat folgende Bausteine:

 

1) Eine bedeutende und emotionale Ausgangssituation
2) Eine Hauptfigur, die Konflikte und Hindernisse überwinden muss
3) Eine Vorher-Nachher-Situation (also ein Ergebnis bzw. eine Entwicklung)
4) Einen Höhepunkt, der Spannung erzeugt
5) Ein Ende bzw. ein Fazit, das für die Zuschauer anfassbar bzw. nachvollziehbar ist und mit ihnen eine Verbindung herstellt

 

Oftmals sind so auch Bücher, Serien und Filme aufgebaut. Syd Field beschreibt das in seinem Buch "Das Drehbuch - Die Grundlagen" sehr detailliert, was Du auch in kurzen Reden anwenden kannst.
Möchte ein Unternehmen groß herauskommen, ist Storytelling nahezu ein Muss.
Stories verkaufen sich besser und bleiben viel länger in Erinnerung. Deswegen verwenden Leute aus dem Marketing gerne diese Methode, um etwas zu verkaufen.

 

Wenn Du eine Geschichte erzählst, werde Dir klar, wie lange sie gehen darf, damit sie in deinem Kontext die Zuschauer nicht zu lange in Beschlag nimmt. Also kann deine Geschichte eine Minute lang sein. Oder eine halbe Stunde. Wenn Du den Aufbau einer längeren sehr guten Story Dir einmal anschauen möchtest, google nach "The 5 second rule" von Mel Robbins. Sie geht genau nach oben genanntem Prinzip vor:
- Ausgangssituation mit Hindernis/Problem
- Versuch und Anstrengung, dieses zu lösen
- Auflösung und Verbindung zu den Zuhörern

 

Es ist beim Storytelling wichtig, alles auszuschmücken und mit Bildern und Farben zu untermalen. Je nach dem, was das Ziel deiner Story ist, also was Du damit vermitteln und ausdrücken möchtest, veränderst Du auch Begriffe wie "Campen" in "einen wunderschönen Ausflug mit der Familie ins Freie, um die Verbundenheit mit der Natur zu spüren und zu sich und seinen Werten zurückzukehren".
 

Möglich ist es auch, um den Wert von etwas zu veranschaulichen, folgendermaßen anzufangen:
"Was wäre es Ihnen wert, zu wissen, wie Sie sich immer selbstbewusst fühlen können? Mir wäre es vor ein paar Jahren ein Vermögen Wert gewesen. Ich hätte wahrscheinlich über 100.000,00 € dafür ausgegeben. Damals befand ich mich ... und fühlte ... und machte mir selbst Vorwürfe ... Dann kam es zu folgendem Wendepunkt ... Und so lernte ich, wie ... (Und dann folgt durch die Auflösung die Verbindung zu dem Publikum und Du beendest die Story durch eine Aussage oder Handlungsaufforderung)


Storytelling ist eine Kunst, die man üben muss. Durch das Herumprobieren und Erzählen von Geschichten merken wir bald selbst, welche Art von Geschichten wir gut und authentisch erzählen können. Je nach Ziel (Verkauf von Produkten oder Begeisterung von Freunden) können wir systematischer vorgehen oder mehr herumprobieren.

In weiteren Beiträgen widmen wir uns den verschiedenen Sparten von Storytelling und gehen dabei vermehrt darauf ein, wie wir in den unterschiedlichen Situationen unsere Geschichte erzählen können.

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Rhetorican
06. Apr 2020

Sicheres Auftreten

Sicheres Auftreten ist ein wichtiges Element in deiner Rede oder auch in einem Gespräch.
Wir gehen in diesem Beitrag kurz darauf ein, wie Du - selbst wenn Du in Sachen Rhetorik noch nicht so geübt bist - sicherer auftreten kannst:

 

1) Du weißt, was Du mit deinen Händen machst
Unsicherheit spüren andere vor allem daran, wenn Du nicht genau weißt, was Du mit deinen Händen tun sollst. Viele denken im Augenblick des Redens, dass sie bestenfalls gerade keine Hände hätten, damit sie sich hierüber keine Gedanken zu machen brauchen.
Mit unseren Händen können wir wahre Wunder beim Reden bewirken. Körpersprache sollte immer etwas natürliches sein, dennoch können wir sie trainieren. Wenn du zu ruhigeren Passagen kommst oder eine Pause machst, lass deine Arme doch einfach neben Dir hängen. Oder lege, wenn Dir das am Anfang noch schwerfällt, sie vor deinem Bauch locker ineinander. Übe diese Pose auch einmal vor deiner Webcam oder vor dem Spiegel, damit Du siehst, wie Dich andere sehen. Übe diese Pose mehrmals, damit Sie dir in Fleisch und Blut übergeht.
Stecke deine Hände auf keinen Fall in deine Hosentaschen (auch nicht in eine Hosentasche) oder verschränke deine Hände nicht hinter Dir. Dies zeugt immer von Unsicherheit. Wenn Du sprichst, kannst du mit kleinen oder auch größeren Gesten deinen Inhalt untermalen, indem Du ohne Hetze deine Arme und Hände zum Gesprochenen bewegst. Die Sicherheit kommt hier vor allem durch Übung, ohne Übung kann es am Anfang ein bisschen komisch und unharmonisch aussehen, doch das wird vergehen.


2) Sicherheit in deiner Stimme
Rede so laut, dass Dich wirklich jeder deutlich verstehen kann. Wenn Du zu leise sprichst, kommst Du als unsicherer Redner an; sprichst Du hingegen viel zu laut, sodass sich die Zuhörer in der ersten Reihe schon die Ohren zuhalten müssen, ist das natürlich auch nicht gut. Finde hier ein Mittelmaß und sprich deine Rede im Vorfeld auch einmal durch. Lass deine Stimmhöhe am Ende nach unten wandern, damit Du eine Pause entstehen lässt, anstatt ein "ähm" oder Ähnliches mithineinzubringen.


3) Lass Pausen entstehen
Nur wirklich sichere Redner trauen sich zu, eine Pause so lange zu halten, wie sie wirklich lange genug ist. Viele sprechen zu schnell wieder weiter, weil sie denken, dass Stille während einer Rede etwas Schlechtes ist. Vielmehr lässt es den Zuschauern Zeit, deinen Hauptpunkten zu folgen oder auch Zeit zum Nachdenken.
Wenn Du am Anfang meinst, eine Pause sei zu lange, warte noch ein bis zwei Atemzüge und rede dann erst weiter, weil die Pause erst zu diesem Zeitpunkt wirklich lange genug war.


4) Dein Stand
Stelle Dich aufrecht und gerade hin und halte deinen Kopf in einem etwa 90 Grad Winkel zum restlichen Körper. Stehe mit beiden Beinen fest auf dem Boden, wenn Du deine Rede beginnst. Achte während deiner Rede darauf, nicht in die Falle "Stand- und Spielbein" zu tappen. Das heißt, dass ein Bein fest auf dem Boden steht und das andere deinen Körper nur ein wenig stützt. Das Spielbein spielt oft, indem das Bein den Fuß hin und her bewegt oder ähnliches macht.
Dies zeugt von unsicherem Auftreten und kommt auch als "zu locker" rüber. Beide Beine halten Dich, dies zeugt von Standfestigkeit, was deinen Vortrag noch einmal auch in dieser Hinsicht untermauert.


5) Vorbereitung
Gute Redner haben ihren Vortrag vorbereitet. Sie haben Zeit investiert in den Vortrag selbst, aber auch in die Übung in Sachen Rhetorik und Auftreten. Du solltest deine Rede vor deinem Vortrag mindestens einmal fehlerfrei an einem Stück durchgesprochen haben (Ausnahme: Lehrveranstaltungen). Erst so garantierst Du Dir, dass Du den Vortrag beherrschst und keine Angst davor hast, den Faden zu verlieren.
Redner, die sicher auftreten, haben nicht nur diese Rede, die sie halten, geübt. Sie haben auch viel Vorbereitung in Sachen Auftreten und Rhetorik gesteckt. Sie haben geübt.
Ohne Übung, ohne Training kann kein Sportler einen guten Wettkampf bestreiten. So ist es auch mit der Rhetorik. Dabei reichen schon Übungen aus, die 1-2 Mal in der Woche etwa 5-15 Minuten "kosten". Bei regelmäßiger Übung wirst Du sehr schnelle Fortschritte spüren und Dich insgesamt auch sicherer und selbstbewusster fühlen.

 

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Rhetorican
19. Mär 2020

Tipps für eine erfolgreiche Präsentation

Eine gute und anschauliche Präsentation zu halten lässt sich durch folgende Tipps leicht umsetzen:


1) Mehr als nur gute Folien
Ein Vortrag sollte zwar eine gute PowerPoint Präsentation und/oder gute Hilfsmittel verwenden, doch besteht ein Vortrag aus mehr als nur das.
Wenn Du PowerPoint verwendest, achte dabei darauf, nicht mehr als 5-6 Wörter pro Zeile und nicht mehr als etwa 5 Zeilen pro Folie zu verwenden. Der Zuschauer will nicht ablesen, er möchte Dich etwas erklären sehen.
Vor allem sollten die Folien nicht so aufgebaut sein, dass die Zuschauer ständig ablesen können. Verwende vielmeh Grafiken und Bilder und erkläre deinen Inhalt an diesen anstatt einen Text abzubilden.
Sollen deine Zuschauer mitschreiben, kann sich hiefür anbieten, den Text wirklich nach oder während deiner Erklärung einzublenden.


2) Komme zum Punkt
Die Zuschauer mit zu langen Präsentation zu langweilen geht recht schnell. Kürze alles heraus, was nicht von Belang ist und leite nicht zu ewig in ein Thema ein. Priorisiere und erarbeite Dir eine Struktur, die es den Zuschauern erlaubt, der Präsentation logisch zu folgen.


3) Deine Körpersprache
Deine Körpersprache macht in etwa 55 % deines Gesamteindrucks aus. Sei deswegen natürlich und übe deine Körpersprache im Vorfeld. Steh am Besten aufrecht und bewege Dich auch, als nur angewurzelt stehen zu bleiben. Bringst Du Abwechslung in die Art deines Vortrags, dann wird auch dein Vortrag abwechslungsreicher. Gehe ruhig von Punkt zu Punkt, wenn Du in deinem inhaltlichen Vortrag von Punkt zu Punkt kommst. Verwende deine Mimik und Gestik sinnvoll, um deine Wörter zu untermalen.


4) Deine Stimme
Rede laut und deutlich. Jeder soll Dich verstehen können, denn jeder will Dich auch verstehen. Sprich lieber nicht zu schnell und lasse Pausen zwischen den einzelnen Unterpunkten entstehen, damit der Zuschauer begreift, das jetzt ein neuer Punkt kommt.
Sprich deinen Vortrag mindestens einmal am Tag zuvor ganz durch und auch in der Lautstärke, in der Du die Präsentation wirklich halten würdest.


5) Hole dein Publikum ab
Jedes Publikum ist anders. Werde Dir im Vorfeld darüber klar, was dein Publikum an Vorwissen mitbringt und gehe am Anfang deiner Präsentation auch darauf ein, sodass Du wirklich alle mitnimmst und nicht schon vereinzelte Zuhörer am Anfang verlierst. Je nach dem, wie dein Publikum ist, musst Du auch Fachbegriffe kurz erklären oder kannst sie bereits voraussetzen.


6) Fragen deines Publikums
Heiße Fragen nach deinem Vortrag Willkommen. Fragen sollten Dir nichts lästiges sein, sie zeugen vielmehr davon, dass sich Zuhörer für den Inhalt deines Vortrags interessieren. Beantworte deswegen die Fragen höflich und respektiere deine Zuhörer für ihre Fragen. Zeige deinen Zuschauern, dass Du es magst, dass Du Fragen gestellt bekommst. Du kannst den Vortrag auch mit den folgenden Worten schließen:
"Sollten Sie Fragen haben, können Sie mir diese gerne jetzt oder auch im persönlichen Gespräch später stellen." Warte danach kurz, ob es noch Fragen gibt, ohne dies zu kommentieren. Kommt keine Frage, verabschiede Dich und gehe von der Bühne.


Dies sind nur ein paar Tipps, die jedoch deinen Vortrag besser machen können. In unserer Akademie gehen wir speziell auf die unterschiedlichen Aspekte ein und trainieren Step by Step deinen Fortschritt, nicht nur in Sachen Präsentation.

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Rhetorican
02. Jan 2020

Das neue Jahr und Rhetorican im TV

Zuerst wünschen wir Dir von Herzen ein gutes neues, gesundes und für Dich und deiner Familie auch erfolgreiches Jahr 2020!

Wenn Du Dir einen oder auch mehrere Vorsätze für dieses Jahr vorgenommen hast, so ist es wichtig zu wissen, dass Du Dir von Niemanden nicht einreden zu lassen brauchst, dass Du nicht zu dem Mensch werden kannst, der Du sein möchtest! Das kannst Du! Doch ist es wichtig, zu wissen, dass viele vorgenommene Ziele oder Vorsätze oft mit der Zeit weniger eifrig verfolgt werden als Du vielleicht am Anfang des Jahres noch gedacht haben magst. In Fitnesscentern steigen die Mitgliederzahlen immer kurz nach Neujahr rapide an. Umfragen haben ergeben, dass zwar im Januar und vielleicht auch noch Anfang - Mitte Februar die Menschen diese FitnessCenter-Mitgliedschaft nutzen, dann jedoch die Motivation abebbt und dann wieder in alte Muster zurückfallen.

Dies ist traurig und schade zugleich. Wir könnten hier jetzt ein Fass aufmachen und Dir sagen, dass Du aus jedem Tag deines Lebens das Beste machen solltest, weil Du nicht weißt, wann Du stirbst. Dass Du jeden Tag wachsen solltest, um deinen Liebsten und der Gesellschaft am Meisten zurückzugeben und andere Menschen zu unterstützen.

Doch wollen wir uns auf das Wesentliche beschränken: Wenn Du Dir einen Vorsatz gesetzt hast, schaue auf jeden Fall darauf, dass Du Dir ein festes Ritual aufbaust, wann Du "trainierst". Ob dies nun im FitnessClub ist oder hier auf Rhetorican. Nimm Dir vor, zwei-drei Tage in der Woche dies umzusetzen und KEINEN einzigen Tag auszulassen. In alte Muster verfällt der Mensch, wenn er (oder sie) einmal meint, auf einen Tag verzichten zu können. Das ist der erste Schritt zurück ins alte Muster. Und Du solltest Dir immer Gewahr machen, warum Du mehr Sport treiben wolltest, warum Du ein besserer oder selbstbewussterer Redner sein wolltest, warum Du mehr Bücher lesen wolltest usw.

Ebenso solltest Du die Kraft, die Du dafür benötigst, deine Ziele zu erreichen, nicht unterschätzen. Nimm Dir deswegen vielleicht nur 2-3 Änderungen in deinem Leben vor, die Du zielgerichtet verfolgst, anstatt 5-10. Dass Du die 2-3 Änderungen in den Alltag dauerthaft integrieren kannst ist um einiges wahrscheinlicher als wenn Du 5-10 Sachen versuchst, stets umzusetzen. Bei zu vielen Vorsätzen kann es sein, dass diese einzelnen Vorsätze zwar für sich genommen für Dich umsetzbar wären, aber nicht in der Anzahl!

Nimm Dir zum Beispiel vor, 2 Stegreifreden in der Woche zu halten und 1 vorbereitete jeden Monat. Oder zehn Seiten am Tag zu lesen. Eine halbe Stunde pro Tag spazieren zu gehen. Usw. Jeder kleine Schritt, der stets erfolgt, bringt Dich nach vorne.

Hältst Du 2 spontane Reden pro Woche und 1 vorbereitete Rede im Monat, wirst Du Dich nach etwa 6 Monaten schon sehr stark entwickelt haben. Liest Du jeden Tag 10 Seiten so wirst Du im Jahr 10-20 Bücher schaffen. Die kleinen Steps werden oft unterschätzt. Und sich dennoch so wichtig.

Gehe Schritt für Schritt mit 2-3 Vorsätzen in das neue Jahr hinein, verfolge sie und zieh sie durch! Ein jedes Mal! Und erinnere Dich stets in den Zeitpunkten daran, wenn Du gerade keine Lust darauf hast, warum Du das Ganze gestartet hast. Falls Du noch kein "Warum" hast, solltest Du Dir ein gutes, emotionales Warum überlegen, denn ohne einen starken Grund wirst Du es nicht durchhalten. Schaffe Dir eine gute Antwort auf die Frage: "Warum mache ich das Ganze eigentlich?" Und dann leg los!

 

Wir durften vor kurzem auf einer Start Up Night in Biberach an der Riß auftreten. In unserem Podcast (zu finden auf ITunes, Stitcher, Spotify usw.) haben wir bereits davon berichtet. Wir erschienen kurz darauf in RegioTV:

https://www.regio-tv.de/mediathek/video/5-start-up-night-gruender-tauschen-sich-aus/

 

Schreib uns gerne deine Vorsätze und was Du tust, damit Du sie einhältst.

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