Niemand hat als Zuschauer gern langweilige Reden, daher stellt sich schnell die Frage, warum die meisten Reden extrem langweilig gehalten ist.

Man erkennt hier eine leichte Ironie.Deswegen sind hier die 5 wertvollsten Dinge beschrieben, wie Du so etwas vermeiden kannst:

 

1) Struktiere deine Rede sinnvoll - und setze es interessant um

BUUUUUUUUUUUUUUUUM!

Dir war es sicherlich auch kurz davor gewesen, gelangweilt weiter zu klicken, oder? Und dann kam das völlig überraschende BUM mit ein paar "U"s mehr, das Dich dazu gebracht hat, doch noch nicht auf "Zurück" zu klicken oder eine andere Seite zu besuchen.

Einleitung-Hauptteil-Schluss ... das kennt doch jeder. Aber die Umsetzung kennen nicht so viele: Umsetzung heißt: Mach deinen Vortrag interessant in diesen speziellen Abschnitten. Überrasche gleich am Anfang, indem Du nicht sagst: "Ich freue mich, dass hier heute so viele Personen erschienen sind" oder "Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte ..."

Bei einer Firmenpräsentation kann das vielleicht gerade noch so angebracht sein (meiner Meinung nach nicht), aber bei anderen Vorträgen musst Du sogleich von Anfang an zeigen, dass Du nicht so langweilig bist wie alle anderen. Der Zuschauer möchte etwas mitnehmen aus deinem Vortrag und das gelingt auch nur, wenn Du es schaffst, dass er Dir mit einem guten Gefühl gerne zuhören mag. Lass Dir deswegen eine schöne Einleitung wie ein Zitat, eine traurige oder lustige oder persönliche, themenbezogene Geschichte einfallen oder komme mit etwas, das ein wenig überrascht. Lockere deinen Vortrag auch in den einzelnen Übergängen von Einleitung - Hauptteil - Schluss auf, indem Du klare Grenzen ziehst. Und genau in diesen Überleitungen kannst Du was tolles einbauen.

 

2) Vermeide Informationsüberfluss

Ich bin früher bei meinen Vorlesungen an der Uni manchmal eingeschlafen. Dazu stehe ich. Warum? Weil der Informationsfluss zu groß war. Das lag nicht daran, dass ich mich nicht konzentrieren konnte, es lag einfach daran, dass zu viele Informationen unser Gehirn müde macht. Die beste Informationsvermittlung findet in Form von Geschichten statt. Unser Gehirn ist nicht dazu gemacht, nur Informationen zu konsumieren, es braucht etwas (Geschichten), um sich alles besser merken zu können. Das heißt nicht, dass Du einfach nur Geschichten erzählen musst, aber baue die eine oder andere Anekdote/Story/Geschichte in deine Rede ein. Die Zuschauer werden zu Dir einen besseren Bezug haben und Dir auch gerne zuhören, wenn Du ihnen Bilder an die Hand bzw. ins Ohr gibst, die sie sich selbst vorstellen können.

 

3) Kenne dein Publikum und baue Blickkontakt auf

Es ist so wichtig, das Publikum zu kennen, vor dem Du sprichst. Du kannst die beste Rede aller Zeiten haben, wenn Du sie dem Publikum nicht anpasst, kann es sein, dass Du heute 5 Minuten lang ein Standing-Ovation bekommst und am nächsten Tag schlafende Menschen vor Dir hast, die nach 5 Minuten noch nicht einmal mitbekommen haben, dass Du deine Rede bereits beendet hast. Je nach Klientel (die bekanntesten und markantesten Unterschiede sind: Beruf und privat) musst Du deine Rede anpassen. Frage Dich daher, vor wem Du sprichst, was deine Zuschauer besonders interessieren könnte. Frage, falls es die Möglichkeit gibt, im Vorfeld zur Vorbereitung der Erstellung deiner Rede beim Veranstalter nach oder falls Du kannst, tritt mit 1-2 Zuschauern im Vorfeld schon in Kontakt und erfahre etwas über sie. Letzteres geht nicht immer und manche fühlen sich nicht gut dabei, aber es hilft Dir ungemein. Die Rede beginnt auch nicht erst, wenn Du auf dem Rednerpult stehst, sondern schon davor. Geübte Redner mischen sich bereits vor der Veranstaltung unters Publikum, tauschen sich aus und versuchen, ein wenig Stimmung zu verbreiten. Bestenfalls erfährst Du dabei etwas, das Du spontan in deiner späteren Rede einbauen kannst. Und es ist so wichtig: Halte Augenkontakt. Bei kleinen Vorträgen kannst Du jedem in die Augen sehen. Bei Großgruppen ist das nicht so einfach bzw. Du wirst nicht fertig damit, jedem in die Augen zu sehen. Sprich von Gruppe zu Gruppe und lass deinen Blick wandern. So fühlt sich jeder einmal angesehen und angesprochen. Ohne Augenkontakt verlierst Du dein Publikum. Lies daher auch deine Rede bestenfalls nicht ab oder schaue zu sehr auf die PowerPoint-Folien. Das tut deiner Rede nicht gut. Ich habe einmal einen Vortrag über Bitcoins gehalten. Ich konnte jede einzelne Folie auswendig, wusste genau, wann sie kommt und was darin stand. Ich habe nur seltenst mich zu den Folien gewandt, nur, wenn ich etwas mit dem LaserPointer angezeigt habe. Augenkontakt, Augenkontakt, Augenkontakt. Oder wie fühlst Du Dich, wenn jemand mit Dir spricht und Dich nicht ansieht? Genau so verhält es sich auch bei einer Rede.

 

4) Hol immer alle ab:

Nein, nicht mit dem Bus oder Auto

Viele Menschen haben unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliches Wissen. Beachte dies. Du bist Experte auf einem Gebiet! Wenn Du nicht auf einem Wissenschaftskongress bist, nimm an, dass die meisten sich mit deinem Thema einfach nicht auskennen. Hole alle ab, indem Du viele Sachen erklärst, wenig Fremdwörter oder Spezialbegriffe verwendest. Nimm nicht an, dass Voriwssen da ist, auf das vom Zuschauer zurückgegriffen werden kann. Mit einer Geschichte zum Beispiel holst Du alle ab. Jeder kann sich das vorstellen. Dann nimm aus der Geschichte einen Aspekt und erkläre ihn. Und dann gehst Du darüber auf den Informationsgehalt über. (Dies ist nur ein Beispiel, WIE so etwas aussehen kann). Probiere unterschiedliche Sachen durch und lass Dir Feedback geben. Ehrliches Feedback. Du willst lernen, also brauchst Du Kritik, um besser werden zu können. Viele gute Redner beschweren sich darüber, dass sie nur noch gutes Feedback bekommen. Aber man braucht Kritik, um noch besser werden zu können.

 

5) Nimm Raum ein und gestikuliere (Körpersprache)

Ich habe einmal Politikern eine Zeit lang intensiv beim Reden zugehört. Bundestagsreden sind zumeist überaus langweilig, weil die Menschen immer hinter dem Podium verwurzelt sind und nur mit den Händen gestikulieren können. Ein Pult ist generell etwas Schlechtes, weil man sich automatisch daran festhält. Das Publikum möchte aber Bewegung sehen. Nimm Raum ein, nimm die ganze Bühne in Beschlag. Möchtest Du ein Argument für eine Sache sagen, gehe in die linke Hälfte; sagst Du danach ein Argument dagegen, gehe auf die rechte Hälfte über. Willst Du ein paar Punkte schnell wiederholend abarbeiten, gehe mit jedem abgehakten Punkt einen Schritt weiter auf der Bühne. Verwende deinen Körper. Mach es aber nicht unnatürlich. Jeder hat seine eigene Körpersprache; manches lässt sich trainieren, der eigene Charakter bleibt und soll auch bleiben. Sensibilsiere deine Bewegungen, Wenn Du etwas leises sagst, mach auch nur kleine Bewegungen. Sagst Du etwas lauter, größere. Habe Spaß bei der Rede und die Gestik kommt mit der Zeit von ganz allein. Nimm Dich hier einmal über die Tools auf, die die hier angeboten werden und schau Dir selbst beim Reden zu. Sei nicht peinlich berührt, wenn etwas "seltsam" aussieht. Lerne aus den Sachen, die nicht so gut sind und finde neue Methoden, die für Dich stimmig sind. 55% des Vortrags bestimmt die Körpersprache. Das sollte Dir Antrieb genug sein, ein Augenmerk darauf zu legen.

 

Mit diesen 5 (natürlich nicht abschließenden) Tipps hast Du eine Übersicht bekommen, wie Du eine Rede interessanter machen kannst. Reden kommt vom reden. Also übe, trainiere! Die besten Redner unserer Welt sind "nur" deswegen so gut, weil sie wahrscheinlich 1.000 Reden mehr gehalten haben als Du. Du brauchst keine 1.000 Reden zu halten, um ein guter Redner zu werden, das geht auch schon mit weniger Reden, Aber übe!

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