Unsere Körpersprache ist eines der wichtigsten Mittel in unserer Rede. Es gibt die 55-38-7 Regel.

Es kommt nur zu 7 % auf den Inhalt einer Rede an, zu 38 % auf die Stimme/Sprache und zu ... Du wirst es erraten. Zu 55 % kommt es auf die Körpersprache an, wie der Redner vom Publikum aufgenommen wird. Diese Regel hat Mehrabian und Ferris nach einer Studie in "Inference of Attitude from Nonverbal Communication in two Channels" aufgestellt (The Journal of Counselling Psychology, 31, S. 248-252, 1967).

Ob es nun auf die genauen Prozentangaben ankommt oder nicht, es lässt sich daraus ablesen, wie wichtig die Körpersprache ist und wie überschätzt der Inhalt einer Rede ist (Ausnahme: inhaltlich-relevante Vorträge/Vorlesungen).

Mit der Körpersprache und unserem Auftreten schaffen wir es, das Publikum zu begeistern und mitzureißen, es mit in die Präsentation bzw. in den Vortrag bzw. in die Rede miteintauchen zu lassen. Und uns als Redner überzeugend darzustellen. Jeder hat seine eigene Körpersprache und sie sollte auch individuell bleiben. Dies ist uns auf Rhetorican sehr wichtig, da es nichts bringt, alle gleich trainieren zu wollen, damit alle gleiche Reden halten. Die individuelle Art des Redens sollte immer bleiben.

Jedoch gibt es ein paar Grundsätze, die man in seine Rede einbauen kann, ohne, dass man den ganzen Stil verändert:

Es wichtig, aufrecht zu stehen und wirkliche Bodenhaftung mit beiden Füßen zu haben. Die Haftung auf dem Boden sollte gleichmäßig geschehen, damit man nicht zum Stand- und Spielbein-Phänomen überwechselt, wie es vielen Rednern passiert. Dieses Phänomen lässt sich einfach erklären: Das Standbein ist bei dieser Haltung das Bein, das fest mit dem Boden in Berührung ist. Das Spielbein hingegen ist oft ein wenig vorne und seitlich aufgestellt, sodass es an sich nicht dazu dient, das Gleichgewicht zu halten. Man könnte es hochheben, ohne dass man umfiele. Diese Haltung ist ungünstig, da sie zu locker und leger beim Publikum ankommt. Steht man mit beiden Beinen fest auf dem Boden, so signalisiert der Redner Stärke und Standhaftigkeit sowie auch Selbstbewusstsein. So wird der Vortragende vom Publikum eher respektiert und besser wahrgenommen. Man glaubt ihm leichter.

 

Zudem gibt es eine kleine Regel:

Alle Bewegungen des Redners, die eine Tendenz nach unten hin ausweisen, wirken sehr oft negativ bzw. ernst (das klassischste Beispiel hierfür ist die sog. Wegwerbewegung).

Haben die Bewegungen des Vortragenden eine Tendenz nach oben, so wird dies positiv und freudig vom Zuschauer aufgenommen. Das bekannteste Beispiel könnten hier die nach oben gehenden Lippen sein, was auch als "Lachen" bekannt ist. Die nach oben schleudernden Arme bei einem geschossenen Tor ist vor allem am Samstag Abend bei der Sportschau am Meisten zu sehen.

Je nach dem, welche Geste Du gerade für den Inhalt deiner Rede benötigst, so kannst Du diese anhand dieses Grundsatzes einplanen. Lerne deine Gesten auswendig bzw. lege Dir ein kleines Gestenvokabular mithilfe deines Spiegels oder dem Aufnahmetool von Rhetorican an, um Dir die 10-15 wichtigsten Gesten einzustudieren, um für jede bestimmte Stimmung automatisch zu wissen, was Du tun musst, damit dein Inhalt dadurch hervorgehoben wird.

So trainierst Du Dich auch gleichzeitig, bei spontanen Äußerungen genauso zu gestikulieren, was deiner Spontaneität gut tut und Dich überzeugender werden lässt. Beginne jedoch immer von einem festen Stand aus, ohne nach vorne oder zu sehr zurückgebeugt zu sein, um stets Selbstsicherheit und Kompetenz auszustrahlen. 

 

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